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Aus dem Stadtbezirksbeirat Dresden-Prohlis:
Sitzung vom 17.12.2018

Maik Müller

Einen Vorschlag zur Umbenennung eines Teilstückes der Caspar-David-Friedrich-Straße brachte ich als NPD-Stadtbezirksbeirat bei der letzten Sitzung des Gremiums am 17. Dezember 2018 ein. Auch meine Anfrage bezüglich des Gedenkobelisken in Dresden-Nickern aus der Sitzung vom 12. November dieses Jahres wurde beantwortet. Die zur Abwechslung doch recht kurze Tagesordnung befasste sich weiterhin mit der Neuausschreibung der Dienstleistungskonzessionen zur Bewirtschaftung der Dresdner Wochenmärkte für den Zeitraum vom 01. Februar 2019 bis zum 31. Januar 2023.

* english below

– NPD bringt Vorschlag zu Straßenumbenennung ein

Bereits im Mai befasste sich der damalige Ortsbeirat mit einem Antrag aus der Bürgerschaft, zur Umbenennung eines Teilstückes der Caspar-David-Friedrich-Straße, welche sich im Bereich der Teplitzer Straße in zwei Abschnitte teilt. Dies führe gerade bei auswärtigen Besuchern immer wieder zu Verwirrungen. Nachdem der Prohliser Ortsbeirat sich bereits bei seiner Sitzung 7. Mai 2018 dafür ausgesprochen hatte, den betreffenden Abschnitt der gegenüber liegenden Heinrich-Zille-Straße zuzuschlagen, wurde der Vorschlag mit Schreiben vom 27. Juni vom Amt für Geodaten und Kataster jedoch aufgrund der stadtschneidenden Wirkung der Teplitzer Straße (Bundesstraße) verworfen und die Angelegenheit mit Bitte um erneute Prüfung zurück an den Ortsbeirat (jetzt Stadtbezirksbeirat) verwiesen. Im Zuge der heutigen Sitzung brachte ich deshalb einen eigenen Beratungsvorschlag zur Umbenennung des besagten Teilstückes der Caspar-David-Friedrich-Straße in THEODOR-GROSSE-STRAßE ein.

„1829 in Dresden geboren und 1891 ebenda verstorben, schuf Franz Theodor Grosse unter anderem Wand- und Deckengemälde an bekannten Dresdner Bauwerken, wie etwa der Semperoper, dem Residenzschloss oder der Gemäldegalerie. Als Ehrenmitglied der Dresdner Kunstakademie, Professor für Ölmalerei und Mitglied des Akademischen Rats, zählt Theodor Grosse zu den bedeutenden Persönlichkeiten der Dresdner Kunst- und Stadtgeschichte.

Eine Umbenennung des besagten Teilstückes der Caspar-David-Friedrich-Straße in THEODOR-GROSSE-STRAßE, würde sich sowohl thematisch als auch in der zeitlichen Einordnung (Caspar-David-Friedrich 1774-1840) gut an die bisherige Namensgebung anfügen.“

Nachdem Stadtbezirksamtsleiter Jörg Lämmerhirt sich die Bemerkung nicht verkneifen konnte, der Vorschlag sei immerhin unverfänglich, da er nicht in die Zeit des Nationalsozialismus fiele, wurden noch zwei weitere Alternativen vorgestellt. So schlug Herr Florian Berndt von der Linken, die 1875 in Leipzig geborene Gertrud Kleinhempel als Namensgeberin vor, welche ab 1898 bis 1907 vorrangig als Designerin in Dresden wirkte. Unter anderem für die Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst. Ausschlaggebend für den Vorschlag dürfte jedoch vielmehr das Wirken Kleinhempels, welche noch bis 1938 Textilgestaltung an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Bielefeld lehrte, im Kreise des 1934 aufgelösten Deutschen Werkbundes und der mit ihm verbundenen Reformbewegung sein. Sie verstarb 1948 in Althagen.

Herr Peter Munkelt vom Bündnis Freie Bürger brachte als dritte Variante die Aussetzung einer möglichen Umbenennung bis zum Abschluss der vorgesehenen Bebauung an der Caspar-David-Friedrich-Straße ein, deren Beginn jedoch nach Auskunft des Stadtbezirksamtsleiters noch nicht abzusehen ist.

Alle drei Vorschläge gehen nun zur Prüfung an die „AG Straßennamen“ beim Amt für Geodaten und Kataster und werden voraussichtlich bei der nächsten Sitzung des Stadtbezirksbeirates am 4. Februar 2019 erneut auf der Tagesordnung aufgerufen.

– Neue Konzession für Dresdner Wochenmärkte

Im Rahmen der neuen Ausschreibung der Konzession für die Dresdner Wochenmärkte, welche am 31. Januar 2019 ausläuft, sollen künftig auch zwei neue Wochenmärkte etabliert werden. Neben dem Bönischplatz in der nördlichen Johannstadt betrifft dies auch den im Stadtbezirk Prohlis liegenden Wasaplatz im Stadtteil Strehlen. So wird der Platz bereits im Zuge der Bauarbeiten entsprechend mit unterirdischen Medien wie Strom und Wasser vorbereitet. Welche Händler sich am Ende tatsächlich auf dem zu entstehenden Wochenmarkt präsentieren, steht noch nicht fest. Es soll sich jedoch vorrangig um ein Angebot frischer und regionaler Erzeugerprodukte handeln. Als Markttage für den Wasaplatz sind der Donnerstag und der Sonnabend vorgesehen, um auch die werktätige Bevölkerung anzusprechen.

– Gedenkobelsik in Dresden-Nickern

Auf meine Nachfrage vom 12. November teilte das zuständige Amt für Kultur und Denkmalschutz dem Stadtbezirksamt mit, „dass die ‚AG 13. Februar‘ gemeinsam mit sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern der Stadtverwaltung einen gemeinsamen Vorschlag zur künftigen Gestaltung erarbeitet hat. Dieser bedarf noch einer verwaltungsinternen Abstimmung und soll vor Beschlussfassung durch den Stadtrat dem Stadtbezirksbeirat demnächst vorgestellt werden.“ [1] Über den weiteren Fortgang in dieser Sache werde ich selbstverständlich berichten. Das Denkmal kam nach einer nationalen Gedenkveranstaltung in Erinnerung der Dresdner Luftkriegstoten vom Februar 1945 vermehrt in die Kritik, was die Forderung nach einer Umgestaltung laut werden ließ.

– MIT den Menschen sprechen, anstatt über sie

In der abschließenden Fragerunde berichtete ich von einer zufälligen Begegnung mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes vor einigen Wochen, welche gerade am Albert-Wolf-Platz im Einsatz waren und mich darauf hinwiesen, dass leider nicht alle Hecken und Sträucher herunter geschnitten wurden – eine zur Vermeidung des häufigen „Wildpinkelns“ leider notwendige Maßnahme. Da der Albert-Wolf-Platz immer wieder Thema im Stadtbezirksbeirat ist, schlug ich vor, bei einer der nächsten Sitzungen einen Vor-Ort-Termin zu vereinbaren, um mit den sich dort regelmäßig aufhaltenden Personen ins Gespräch zu kommen, anstatt in gut beheizten Räumen und hinter „verschlossenen“ Türen lediglich über diese Menschen zu sprechen. Mit dem Hinweis auf ein am 1. Januar 2019 startendes „Streetwork-Projekt“ für Erwachsene, das neben dem Wiener Platz in der Innenstadt unter anderem auch den Albert-Wolf-Platz betreuen soll, wurde mein Hinweis allerdings verworfen.

– Langer Weg bekommt Fußgängerampel

Eine Fußgänger-Lichtsignalanlage soll auf dem Langen Weg in Höhe der Ernst-Toller-Straße installiert werden. Einem entsprechenden Antrag stimmte nun der Stadtrat zu. Zunächst soll eine vorübergehende Lösung umgesetzt, später, im Zuge des grundhaften Ausbaus des Langen Weges, auch eine so genannte Querungsinsel eingeplant werden.

Maik Müller
NPD-Stadtbezirksbeirat Dresden-Prohlis
JN-Landesvorsitzender Sachsen

From the City District Council
Meeting on 17.12.2018

A proposal to rename a section of Caspar-David-Friedrich-Straße I brought in as NPD-member of the City District Council at the last meeting of the year on 17 December 2018. Also my question regarding the Memorial Obelisk in Dresden-Nickern from the last meeting of 12th November this year was answered. The short agenda also dealt with the re-tendering of service concessions for the management of the Dresden weekly markets for the period from 01 February 2019 to 31 January 2023.

– NPD brings proposal for road renaming

Already in May, the former Local Council dealt with a request from the citizens, to rename a section of Caspar-David-Friedrich-Straße, which is devided in the area of the Teplitzer Straße in two sections. This leads to confusion, especially with foreign visitors. However, after the Local Council had already voted in its session on 7 May 2018, to annex the relevant section to the Heinrich-Zille-Straße, the proposal wasdenied by letter of June 27 from the Office of Geodata and Cadastre because of the city-cutting effect of Teplitzer Straße and given back to the Local Council (now City District council) with request for re-examination. In the course of today’s meeting, I therefore made my own proposal to rename the said section of Caspar-David-Friedrich-Straße in THEODOR-GROSSE-STRAßE.

„Born in Dresden in 1829 and died there in 1891, Franz Theodor Grosse created wall and ceiling paintings on well-known Dresden buildings, such as the Semper Opera, the Residential Caslte or the Art Gallery As an honorary member of the Dresden Academy of Arts, Professor of oil painting and a member of the Academic Council, Theodor Grosse is one of the most important personalities of the Dresden art and local history.

A renaming of the said section of the Caspar-David-Friedrich-Straße in THEODOR-GROSSE-STRAßE, both thematically as well as in the temporal classification (Caspar-David-Friedrich 1774-1840) would fit well with the previous naming.“

After City District Manager Jörg Lämmerhirt could not resist the remark that the proposal was at least harmless, since it did not fall into the period of National Socialism, two other alternatives were presented. For example, Florian Berndt from the Left Party proposed Gertrud Kleinhempel, born in Leipzig in 1875, as the namesake, who from 1898 to 1907 primarily worked as a designer in Dresden. Among other things, for the Dresden Workshops for Craftsmanship. Decisive for the proposal, however, is likely to be the work of Kleinhempel in the circle of the 1934 dissolved German Werkbund and its associated Reform Movement. Until 1938 she taught textile in Bielefeld. She died in 1948 in Althagen.

Mr. Peter Munkelt from the Alliance of Free Citizens brought as a third variant, the suspension of a possible renaming to the completion of the proposed development at Caspar-David-Friedrich-Straße, the beginning of which, however, according to information of the City District Manager is not yet foreseeable.

All three proposals are now being reviewed by the „Workinggroup for Streetnames“ at the Office for Geodata and Cadastre and are expected to be reopened on the agenda at the next meeting of the City District Council on 4 February 2019.

– New concession for Dresden weekly markets

In addition to the new tender for the concession for the Dresden weekly markets, which expires on January 31, 2018, two new weekly markets are to be established in the future. In addition to the Bönischplatz in northern Johannstadt, this also applies to Wasaplatz in the District of Strehlen, which belongs to the City District of Prohlis. Thus, the place is already prepared in the course of construction according to underground media such as electricity and water. Which tradesmen actually will present themselves at the weekly market has yet to be decided. However, priority should be given to offering fresh and regional products. The market days for the Wasaplatz are Thursday and Saturday, in order to address the working population.

– Memorial Obelisk in Dresden-Nickern

At my request on 12 November, the responsible Office for Culture and Monument Protection informed the City District Office, „that the ‚Workinggroup13 February‘ together with knowledgeable citizens and representatives of the city administration has worked out a joint proposal for the future design. This still requires an internal administrative vote and should be presented to the City District Council soon.“ [1] I will of course report on the further progress in this matter. The monument, after a national commemoration in memory of the Dresden bombing victims of February 1945, came increasingly into criticism, which made the demand for a remodeling loud.

– Talk WITH people instead over them

In the concluding question and answer session, I reported on a fortuitously meeting with members of the Public Order Office a few weeks ago, who were currently working on the Albert-Wolf-Platz and pointed out that unfortunately not all hedges and shrubs were cut down – an unfortunately necessary action to avoid the frequent „wild urinating“. Since Albert-Wolf-Platz is a recurrent theme in the City District Coucil, I suggested that an on-site appointment should be arranged at one of the next meetings in order to get in touch with the regulars instead of talking about these people in well-heated rooms behind „locked“ doors. With the reference to a starting „Streetwork project“ for adults on 1 January 2019 , which should look after the Wiener Platz in the city center, also should take care on the Albert-Wolf-Pletz, however, my suggestion was rejected.

– Langer Weg gets pedestrian lights

A pedestrian traffic light system is to be installed on the Langer Weg at the height of Ernst-Toller-Straße. A request was now approved by the City Council. First, a temporary solution is to be implemented, later, in the course of the fundamental expansion of the Langer Weg a so-called crossing island should be scheduled.

Maik Müller
NPD-member of City District Council Dresden-Prohlis
JN-Chairman of Saxony

[1] Prohliser Nachrichten, 6. Wahperiode 2014-2019, 17.12.2019

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