Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Rundwanderung durch die „Dippser“ Heide

Maik Müller

Von einem Parkplatz an der Straße zwischen Zipfel- und Dippoldiswalder Heide startete eine gut 15 Kilometer lange Rundwanderung, zu welcher sich an einem Maiwochenende Mitglieder und Freunde des Dresdner Kreisverbandes der Nationaldemokraten eingefunden hatten.

Nach einem kurzen Streifzug durch das etwa fünf Kilometer lang gestreckte Dorf Oelsa, dessen erste urkundliche Erwähnung als „Olßen“ auf das Jahr 1443 datiert wird und dessen Namensgebung auf den altsorbischen Bachnamen „Olšova“ (dt.: Erlenbach) zurückzuführen ist, tauchte man in die Dippoldiswalder Heide ein. Erste kurze Station war die Barbarakapelle, zu der ein Schild wie folgt Auskunft gab:

Die Kapelle wurde vermutlich 1508 im Auftrag des Dippoldiswalder Schloßherrn Siegismund von Maltitz nahe einer angeblich heilkräftigen Quelle erbaut und nach der Bergbauheiligen Barbara ernannt. Die Kapelle wurde von einem Kaplan betreut, der in einer angebauten Klause (Klausenweg) wohnte. 1539 ließen die beiden Söhne des Stifters die Kapelle zerstören weil protestantischer Gottesdienst Einzug gehalten hatte. 1882 wurde die Kapellenruine teilweise wiederaufgebaut.“

Neben der Barbarakapelle bietet die Dippoldiswalder Heide noch viele weitere Sehenswürdigkeiten und interessante Ausflugsziele. So etwa den im Jahr 1885 errichteten und am 18. Juni 1886 geweihten „König-Johann-Turm“ oder den „Einsiedlerstein“, an welchem der Sage nach der Einsiedlermönch Dippold gelebt haben soll – Namensgeber der späteren Stadt Dippoldiswalde. Aber auch das „Findlingkreuz“, das „Steinerne Messer“ oder die „Wolfssäule“ laden dazu ein, entdeckt zu werden.

Durch den Seifersdorfer Grund führte die Wanderung weiter zur zwischen 1908 und 1913 erbauten Talsperre Malter.

Die Staumauer der Talsperre wurde ab Frühjahr 1911 errichtet. Das Material, Biotitgneis, wurde aus einem Steinbruch nahe am Bahnhof Malter gewonnen. Zeitweise bis zu 1000 Menschen aus mehr als zehn Ländern waren auf dem Bau beschäftigt und errichteten pro Tag bis zu 300 Kubikmeter Mauerwerk. Nach Abschluss der Bauarbeiten im September 1913, konnte die neue Talsperre bis zum Dezember desselben Jahres erstmals voll eingestaut werden. Die Inbetriebnahme erfolgte am 27. September 1913 durch König Friedrich August III. Schon von Anbeginn dient die Talsperre Malter als Naherholungsgebiet im Osterzgebirge. Rundfahrten mit zwei Motorbooten gab es bereits ab 1914. Heute gibt es vier Strandbäder, mehrere Ruderbootverleihe, zwei Campingplätze und Vieles mehr. Auch die beliebte Weißeritztalbahn macht hier Halt. 1928/30 Übernahm das Land Sachsen den Talsperrenbetrieb.

Nach einer ausgiebigen Rast am Ufer der Talsperre führte der Weg über das „Steinerne Messer“ zurück zum Ausgangspunkt der Rundwanderung. Auf dem Weg konnte man viel Wissenswertes über Flora und Faune in der Dippoldiswalder Heide und von einem Imker am Wegesrand viel Interessantes über das Leben der Bienenvölker erfahren.

Maik Müller
NPD-Kreisvorsitzender Dresden
JN-Landesvorsitzender Sachsen