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Mit einer recht kurzen Tagesordnung begann die erste der bis zur Kommunalwahl am 26. Mai dieses Jahres verbleibenden letzten vier Sitzungen des Stadtbezirksbeirates Prohlis.

* english below

– Wohnen für wohnungslose Senioren

Den größten Teil der Sitzung nahm der Projektbericht „Wohnen für wohnungslose Senioren“ der AWO in Anspruch. Über den Sachstand der seit Oktober 2015 in der Prohliser Allee 3 – 5 ansässigen Einrichtung berichtete Projektleiter Gunter Jentzsch.

Aktuell werden demnach 14 Männer und 5 Frauen im Projekt betreut, was eine derzeitige Auslastung von 95 Prozent der insgesamt 20 zur Verfügung stehenden Plätze bedeutet. Die barrierefrei gestalteten 450 Quadratmeter befinden sich im Erdgeschoss und sind zusätzlich über zwei Aufzüge zugänglich. In den Räumlichkeiten stehen neben einem Gemeinschaftsraum drei Einzelzimmer, sieben Doppelzimmer und ein Drei-Bett-Zimmer zur Verfügung. Mitarbeiter der AWO unterstützen die Bewohner bei der eigenverantwortlichen Gestaltung ihres Alltags und geben Begleitung und Hilfestellung bei möglichen Schwierigkeiten.

Einmal im Monat müssen die betreuten Personen beim Sozialamt vorsprechen. Laut Gunter Jentzsch hält die Stadt Dresden insgesamt 300 Plätze für Wohnungslose vor. Hauptsächlich in den so genannten Übergangswohnheimen.

– Neue Straße in Großluga sucht Namen

Für eine zukünftige Ringstraße im neu entstehenden Wohngebiet in Großluga wird noch ein passender Name gesucht, der sich möglichst an den örtlichen Gegebenheiten orientieren soll. Breite Zustimmung erfuhr der in der 1. Lesung durch den Vorsitzenden des Heimatvereins Luga e.V. eingebrachte Namensvorschlag „Kalmusring“. Dennoch können weitere Vorschläge zur 2. Lesung eingebracht werden, welche bei der nächsten Sitzung des Stadtbezirksbeirates am 04.03.2019 stattfindet.

– Aufregung in Fragerunde

In den für Otto Normalverbraucher oftmals zurecht nur noch schwer nachvollziehbaren Wirren der Politik die Nerven zu behalten, ist ein bisweilen schwieriges Unterfangen. So selbstverständlich auch für mich…

So hat etwa der zuvor groß angekündigte Einsatz so genannter „Streetworkern“ am Albert-Wolf-Platz bis zum Zeitpunkt der Sitzung noch immer nicht begonnen. Zwar sei das entsprechende Personal bereits ausgewählt worden, so der Stadtbezirksamtsleiter auf meine Nachfrage, allein der notwendige Fördermittelbescheid läge noch nicht vor. Ein von mir in der Vergangenheit vorgeschlagener Vor-Ort-Termin jedoch wurde mit Verweis auf den bis dato nicht begonnenen Einsatz der „Streetworker“ abgelehnt. Es wird daher sehr genau zu beobachten sein, ob diese Maßnahme, so sie denn endlich beginnt, auch eine entsprechende Wirkung entfaltet oder nur zur örtlichen Verlagerung bekannter Probleme beiträgt.

Auch in der Sache „Umbenennung eines Teilstücks der Caspar-David-Friedrich-Straße“ gibt es Neuigkeiten. So wurden, dem vorgesehenen Ablauf entsprechend, sowohl der von der Linken eingebrachte Vorschlag „Gertrud Kleinhempel“ als auch der meinerseits als möglicher Namensgeber vorgeschlagene „Franz Theodor Grosse“ einer eingehenden biografischen Prüfung unterzogen. Im Ergebnis wurde hierbei eine Zugehörigkeit Gertrud Kleinhempels zum NS-Lehrerbund festgestellt. Was aufgrund der strikten Bestimmungen in den meisten Fällen zur Nichtberücksichtigung des entsprechenden Vorschlages führt, beflügelt im vorliegenden Fall jedoch die Phantasie einiger Damen und Herren. Denn dass der zweite, bisher nicht beanstandete, Namensvorschlag ausgerechnet aus den Reihen der NPD kommt sorgt offensichtlich dafür, dass das mögliche Ausschlusskriterium im Falle Gertrud Kleinhempels nun auf eine etwaige Zwangsmitgliedschaft im NS-Lehrerbund hin untersucht, um nicht zu sagen umgedeutet werden soll.
Wenngleich ich in beiden Fällen mein deutliches Unverständnis zum Ausdruck gebracht habe, so dürfte sich zumindest die Umbenennung des Teilstückes der Caspar-David-Friedrich-Straße bald klären. Die Abschließende Beratung darüber wird laut Protokoll, ebenso wie die Beratung der neuen Straße in Luga, schon bei der nächsten Sitzung am kommenden Montag, den 04.03.2019 stattfinden.

Maik Müller
NPD-Stadtbezirksbeirat Dresden-Prohlis
JN-Landesvorsitzender Sachsen

From the City District Council
Meeting on 04.02.2019

With a rather short agenda, the first of the last four meetings of the City District Council, until the local elections on May 26 of will take place, began.

The largest part of the meeting was the report „Housing for Homeless Seniors“ of the AWO. Project leader Gunter Jentzsch reported on the state of affairs of the institution, which has been based in Prohliser Allee 3 – 5 since October 2015.

Currently, 14 men and 5 women are cared for in the project, which means a current occupancy rate of 95 percent of the total of 20 available seats. The barrier-free 450 square meters are located on the ground floor and are also accessible via two elevators. In addition to a common room, three single rooms, seven double rooms and a three-bedded room are available on the premises. Employees of the AWO support the residents in the self-responsible organization of their everyday life and provide guidance and assistance in case of possible difficulties.

Once a month, the assisted persons have to go to the welfare office. According to Gunter Jentzsch, the city of Dresden holds a total of 300 places for homeless people. Mainly in the so-called temporary dormitories.

– New street in Luga is looking for a name

For a future ring road in the newly developing residential area in Luga still a suitable name is sought, which should be based as far as possible on the local conditions. The name suggestion „Kalmusring“, introduced in the first reading by the chairman of the Heimatverein Luga e.V., was widely accepted. Nevertheless, further proposals for the second reading can be introduced, which will take place at the next meeting of the City District Council on 04.03.2019.

– Excitement in question-and-answer session

It is sometimes a difficult task to keep the nerves in the politics of politics, which is often difficult to understand for average consumers. So of course for me…

For example, the previously widely announced deployment of so-called street workers at Albert-Wolf-Platz has still not begun until the time of the meeting. Although the appropriate personnel had already been selected, the city district manager at my request, but the necessary grant decision was not yet. However, an on-site appointment proposed by me in the past was rejected with reference to the use of the street workers that had not yet begun. It will therefore be very accurate to see whether this measure, if it finally starts, also develops a corresponding effect or only contributes to the local shift of known problems.

Also in the matter „renaming a section of Caspar-David-Friedrich-Straße“ there is news. Thus, in accordance with the intended procedure, both the „Gertrud Kleinhempel“ proposal submitted by the Left Party and the „Franz Theodor Grosse“ proposed by me as a possible namesake were subjected to an in-depth biographical examination. As a result, it was found that Gertrud Kleinhempel belonged to the NS Teachers’ Association. What in most cases leads to disregard of the corresponding proposal due to the strict provisions, however, in the present case gives wings to the imagination of some ladies and gentlemen. Because that the second, so far not objected, suggested name comes just from the ranks of the NPD, the possible exclusion criterion in the case of Gertrud Kleinhempel now should be examined, not to say to be reinterpreted, as a possible compulsory membership in the NS Teachers Association.

Although in both cases I have expressed my clear lack of understanding, at least the renaming of the section of Caspar-David-Friedrich-Strasse should soon be clarified. According to the agenda, the final consultation will take place at the next meeting of the City District Council on Monday, 04.03.2019, as well as the consultation of the new street in Luga.

Maik Müller
NPD-member of City District Council Dresden-Prohlis
JN-Chairman of Saxony